Sie sind hier: Startseite / Lieblingstouren / Ruhige Kugel / Boule: Typologie

Boule: Typologie

Das Boulespiel kommt aus Frankreich. Von allen Boule-Varianten ist Pétanque die populärste. Drei Metallkugeln pro Spieler, ein Cochonette (die Zielkugel) und mindestens zwei Menschen, die Zeit haben für eine Partie. Das reicht schon. Pétanque braucht keine Infrastruktur, man kann es praktisch überall spielen, wo das Gelände einigermassen flach ist. Die Grundtechnik ist einfach, aber Übung macht auch hier den Meister. Ein talentierter Anfänger kann mit etwas Glück kann auch mal einen Meister düpieren.


Kleine Typologie der Boule- Spieler

Neben der Wurftechnik spielt beim Boule auch die Psychologie eine entscheidende Rolle. Darum hier zur  besseren Einschätzung von Partnern und Gegnern eine kleine  Typologie der Boule- Spieler.

- Der mit den glänzenden Kugeln
Wer mit einem Set silbern glänzender Kugeln kommt, wird sogleich als Anfänger eingeschätzt. In seltenen Fällen nutzen Cracks ein solches Set, um allfällige Gegner zu täuschen. Mit grauen Profi-Kugeln gegen silberne Warenhaus-Kugeln verlieren ist allemal eine Riesenschmach.

- Der Kegler
Die Kugel flach aufs Cochonette zurollen lassen gilt als stillos. Auf weichem Boden kann es allerdings erfolgreich sein und erfahrene Gegner arg aus dem Konzept bringen.

- Der mit dem Hüdeli in der Gesässtasche
Es gehört zu den Geheimnissen des Boulespiels, ob das aufreizende Polieren der Kugel  eine Geste der Konzentration oder eine Geste der Einschüchterung ist.

- Der mit dem Magneten an der Schnur
Diese Spieler werden oft unterschätzt. Partielle Fitness genügt vollauf für den Boulesport. Erfahrung wiegt manch körperliches Handicap auf.

- Der mit dem Nagel an der Schnur
Dieser Typ zeichnet einen deutlichen Abspielkreis auf den Boden, damit niemand bei der Distanz und beim Abwurfwinkel mogeln kann. Er kann auch erklären, warum es Pétanque heisst: Weil beide Beine auf dem Boden bleiben müssen (pieds tanqués).

- Der mit dem Messband
Um zu sehen, welche Kugel näher am Cochonettte liegt, reichen meistens zwei Augen und ein gesunder Menschenverstand. Geht es um Millimeter, muss ein Messband her. Aber nur dann. Wer auch in klaren Fällen nach dem Messband ruft, gilt bald einmal als emmerdeur.

Übrigens: Utensilien für Boule gibt es hier: http://www.fatamorgana.ch/drachenaescht/

Balts Nill
Musiker und Autor

Rathausgasse 52
Andere Touren mit diesem Standort