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Gesellschaft zum Distelzwang

Weshalb die Gesellschaft zum Distelzwang einen Narrenkopf in ihrem Wappen trägt?

Es isch eso: Die Zunft hat an sich selbst einen Narren gefressen – sie hält sich nämlich für die nobelste aller bernischen Zünfte, weil in ihr traditionell die adeligen Familien Einsitz nahmen. Immerhin war sie auch etwas selbstkritisch, ja subversiv und setzte an die Seite des Narren einen Distelfink. Denn gleich zu gleich gesellt sich gern, ernährte sich doch der seltsame Vogel von der Distel, die gemäss Matthäus 7,16 als Symbol des Nutzlosen gilt – wie der Adel vielleicht?

Blasonneur Simplicissimus Pretii

offizielle Blasonierung: 

Schrägrechts geteilt von Silber mit einem abgewendeten Narrenkopf mit roter Mütze und goldenen Schellen und von Silber mit einem Distelfink auf einem dreiblätterigen grünen Lindenzweig. Die aus den zwei Stuben «zum Narr» und «zum Distelzwang» entstandene Gesellschaft war ursprünglich dem Adel und jenen Berufen vorbehalten, die nicht einer andern Zunft angehörten.

Gerechtigkeitsgasse 79